Geschichte

Vorsitzende seit 1920
1920 - 1927

Wilhelm Kemmer

1927 - 1933

Heinrich Poppen

1948 - 1951

Heinrich Poppen

1951 - 1952

Hans Aldenkirchs

1952 - 1983

Hans Hinskes

1983 - 2009

Werner Rolshoven

2009 - 2019

Dirk Schreiber

seit 2019

Stefan Meuser

Vorstandsvorsitzende

  • 1920

    Am 16. September 1920 gründete sich in Würzburg die „Deutsche Jugendkraft – Reichsverband für Leibesübungen in katholischen Vereinen“. Unmittelbar nach der Gründung des Reichsverbandes wurde unser Verein DJK Teutonia 1920 e.V. St. Tönis ins Leben gerufen. Die Gründungsunterlagen lagerten seinerzeit im Pfarramt St. Cornelius, doch fielen diese im 2. Weltkrieg durch eine Brandbombe, zusammen mit vielen anderen Unterlagen, den Flammen zum Opfer. Daher ist aus dieser Zeit nur sehr wenig überliefert. Der Vereinssport startete mit Fußball und Turnen im Aloysius Heim, welches sich im heutigen Bereich des St. Töniser Krankenhauses befand. Später kamen noch Handball und Leichtathletik dazu. Der Sportplatz an der Schelthoferstraße in St. Tönis stand als Übungsgelände zur Verfügung. Erster Vorsitzender war bis 1927 Wilhelm Kemmer. Danach übernahm Heinrich Poppen dieses Amt. Kaplan Claes Präses und Heinrich Engelsch übernahmen zusammen das Amt des Geschäftsführers.

  • 1925

    Anlässlich der Jahrtausendfeier der Rheinlande fand 1925 ein Großer Festzug statt, an dem auch unsere Sportler teilnahmen. 1927 siegten unsere Teutonen im Straßenlauf rund um Kevelaer. Unter der Leitung von Kaplan Jansen errichteten 1932 arbeitslose Mitglieder des Vereins an der Benrader Straße in St. Tönis einen Sportplatz und bauten ein altes Fabrikgebäude zur Turnhalle um. Zur feierlichen Einweihung, die noch im gleichen Jahr stattfand, wurde ein Fußballspiel gegen eine Mannschaft aus Holland ausgerichtet. Im Jahr 1932 nahmen dann unsere Sportler auch am Reichstreffen der DJK in Dortmund teil.

  • 1933

    Die Machtübernahme der Nationalsozialisten Anfang des Jahres 1933 brachte unseren Verein, wie viele andere Vereine, die nicht mehr in die politische Landschaft passten, in eine schwierige Lage. Um dem drohenden Verbot und der Auflösung durch staatliche Stellen zu entgehen, wurde im November 1933 die Vereinsarbeit eingestellt. Die Organisation bestand damit nicht mehr. Geist und Aufgabe der DJK blieben jedoch lebendig, sodass 1945, nach dem Ende des 2. Weltkriegs und des Nationalsozialismus, die zweite Epoche unseres Vereins begann.

  • 1948

    Am 1. Mai 1948 wurde im Hause des Kaplans Edmund Bungartz die DJK Teutonia 1920 St. Tönis e.V. wieder ins Leben gerufen. Josef Schultes, Karl Lickes, Heinrich Poppen, Kurt Nepsen, Johannes Wirtz und Peter Stark meldeten den Verein bei der britischen Militärregierung wieder an. Grundlage war ein Gesetz, das die Neugründung der DJK-Vereine gestattete. Nach erfolgreicher Werbung um Mitglieder bildete sich ein provisorischer Vorstand unter dem Vorsitz von Heinrich Poppen. Als Stellvertreter wurde Karl Lickes gewählt. Am 15. Januar 1949 wurde die Genehmigung zur Nutzung des Sportplatzes an der Kempener Straße in St. Tönis erteilt. Die Fußballer begannen ihren Spielbetrieb ab der 2. Serie in der unteren Klasse. Das erste Spiel verloren sie mit 1:11.

  • 1949

    Am 1. Mai 1949 fand erstmals nach der Neugründung des Vereins eine Jahreshauptversammlung statt, bei der der Vorstand wiedergewählt wurde. Die folgenden Jahre waren von Nöten und Sorgen gekennzeichnet, zumal nach der Währungsreform alle westdeutschen Bürger von vorne anfangen mussten. Staatliche Unterstützung gab es kaum, so dass die Mitglieder und der Vorstand finanzielle Opfer brachten, um den Verein zu erhalten. Nachdem es langsam bergauf ging und durch intensives Training, stellten sich bald die ersten sportlichen Erfolge ein, sowohl im Fußball als auch in der Leichtathletik.

  • 1950

    Das 30. Stiftungsfest mit Spielen der Jugend und Senioren im Fußball sowie einem Staffellauf rund um St. Tönis wurde am 24. Juni 1950 gefeiert. Das erste Diözesan-Sportfest fand am 20. August 1950 in Süchteln statt. Einige St. Töniser Leichtathleten belegten hier bereits die vorderen Plätze. Am 18. März 1951 richtete unsere Teutonia erstmals die Kreis-Frühjahrswaldlauf-Meisterschaften im Forstwald aus. Bei 300 Teilnehmern am Start gab es großes Lob für die erstklassige Organisation. Auch sportlich schnitten unsere Läufer gut ab. Die Delegierten der Jahreshauptversammlung wählten am 1. Mai 1951 Hans Aldenkirchs zum 1. Vorsitzenden und Hans Hinskes zum Tischtennis-Obmann, nachdem sich 1950 eine Tischtennis Abteilung im alten Aloysius-Heim gegründet hatte.

  • 1952

    Bereits im Frühjahr 1952 fand erstmals ein TischtennisTurnier im Saale Kulder statt. Dieser Wettkampf mit 150 Teilnehmern war erfolgreich, wenn auch die Sieger unter den auswärtigen Vereinen zu finden waren. Im gleichen Jahr richteten die Leichtathleten wiederholt die Frühjahrswaldlauf-Meisterschaften des Kreises aus.

    Hans Hinskes wurde am 13. Mai 1952 zum Ersten Vorsitzenden gewählt und Max Schumacher übernahm die Tischtennis Abteilung. Erstmals wurde vom 14.-20. Juli 1952 wieder eine St. Töniser Sportwoche ausgerichtet. Anlässlich des 75. Deutschen Katholikentages fand am 24. August 1952 in Berlin ein Sportfest statt. Unsere Leichtathleten Hans Beiertz, Günther Mehn, Josef Ohligs und Heinz Neuenhaus wurden vom DJK-Verband zum Start berufen. In mehreren Disziplinen konnten sie erste bis vierte Plätze belegen. Dann, am 5. Oktober 1952, war unser Verein das erste Mal Ausrichter der HerbstwaldlaufMeisterschaften. In den folgenden Jahren nahmen unsere aktiven Sportler an unterschiedlichen Wettkämpfen der Sportverbände teil. Zudem richteten wir für die DJK sowie dem Leichtathletik- und Tischtennis-Verband zahlreiche Sportveranstaltungen auf regionaler und überregionaler Ebene aus.

     

  • 1954

    Erster Höhepunkt der 1948 wiedergegründeten Fußball Abteilung war die Meisterschaft in der 2. Kreisklasse 1953/1954 und dem damit verbundene Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Es gelang, diese Klasse 5 Jahre lang zu halten. Auch die Reserve brachte in diesem Jahr den ersten Titel heim. Es war wohl die stärkste Zeit für unsere Fußballer und unserem Verein, spielerisch und gesellschaftlich, die wir unter Obmann Kothen und Trainer Bähren erleben durften. Im Laufe der weiteren Jahre kamen neue Sportarten hinzu, wie Schwimmen, Radsport, Basketball, verschiedene GymnastikAbteilungen, Badminton und Boule. Wir mussten aber auch Abgänge verzeichnen. So lösten sich die Basketball- und Radsport-Abteilung wieder aus dem Verein.

  • 2001

    Ein wesentlicher Eckpunkt unserer Vereinsgeschichte war die Errichtung eines eigenen Vereinsheims im Jahr 2001 unter dem ersten Vorsitzenden Werner Rolshoven. Bis dahin nutzten wir die Gaststätte Wloka in St. Tönis als Vereinslokal. Erste Überlegungen ein eigenes Vereinsheim zu errichten, gab es schon Mitte der 90-er Jahre. Mit Beharrlichkeit und Überzeugungskraft konnte Werner Rolshoven die Mitglieder unseres Vereins von den Vorteilen dieses Bauvorhabens überzeugen. Im Frühjahr 2001 wurde dann mit dem Bau begonnen und bereits am 13.06.2001 konnte Richtfest gefeiert werden. Viele unserer Mitglieder unterstützen das Projekt durch erhebliche Eigenleistungen von mehr als 3.000 Stunden. Ein Jahr später, am 29. Juni 2002, wurde unser Vereinsheim offiziell eingeweiht, das sich über die Jahre zu einem lebendigen Zentrum und Treffpunkt für alle Mitglieder entwickelt hat.

  • 2016

    Ein weiterer Meilenstein für unseren Verein war die Übernahme des Jahn-Sportstadions von der Stadt Tönisvorst. Nach langen Verhandlungen wurde im Jahr 2016 ein entsprechender Vertrag zwischen der Stadt Tönisvorst und der DJK Teutonia 1920 e.V. St. Tönis geschlossen. Zeitgleich wurde ein angrenzendes Grundstück erworben, auf dem mit vielen Eigenleistungen ein Kunstrasenplatz gebaut wurde.

  • 2018

    Der Bundespräsident verlieh Änne Sieverding am 18. Juli 2018 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Die stellvertretende Landrätin Luise Fruhen überreichte die Auszeichnung und überbrachte Glückwünsche des Ministerpräsidenten und der Regierungspräsidentin. Die 84-Jährige erhielt die Auszeichnung für ihr jahrzehntelanges Engagement im sozialen Bereich, in der Jugendförderung und im Sport generell. Die sportliche Heimat Änne Sieverdings ist die DJK Teutonia 1920 e.V. St. Tönis. Als Jugendliche trat sie in unseren Verein ein, für den sie sich seitdem unzählige Stunden engagiert hat. Bis heute leitet sie drei Gruppen in der Abteilung Frauengymnastik. Die Begabung, andere Menschen zu motivieren, ihnen mit gutem Beispiel voranzugehen und Verantwortung zu übernehmen, zeichnete sie bei all ihren Aktivitäten aus. Änne Sieverding brachte sich in der Vereinsführung ein, bei der Abteilung Frauen-Gymnastik, in der Abteilung Leichtathletik, beim Radfahren, organisierte Tagesausflüge, Wanderfahrten und Weihnachtsfeiern. Zahlreichen Sportlern nimmt sie immer noch das Deutsche Sportabzeichen ab.

    Durch ihre zahlreichen Aktivitäten trägt sie dazu bei, Sport, Gemeinschaft und Geselligkeit zu einem wichtigen Lebensinhalt zu machen. Viele Bürger und Bürgerinnen der Stadt Tönisvorst verdanken ihr Gesundheit, Lebensfreude und Zufriedenheit.

  • 2020

    Unser Verein zählt derzeit rund 1.200 Mitglieder. Das breitgefächerte Sportangebot verteilt sich auf 11 Abteilungen. Hier werden für jedes Alter unterschiedliche Sportarten im Breiten- und Leistungssport angeboten. Auf den folgenden Seiten unserer JubiläumsFestschrift stellen sich unsere Abteilung vor.

Anschrift

DJK Teutonia 1920 e.V.
Rosental 10C
47918 Tönisvorst
Deutschland

E-Mail: info@djkteutonia.de
Telefon: 0172/8720038

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